| Fuerteventura |
getestet durch: Sönke Biehl |
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Ein Geheimtipp
ist "Fuerte" sicher schon lange nicht mehr. Ein fast ganzjähriges
Surfwetter an zahlreichen Spots mit fast täglichen Flügen ist
zu einladend, als dass man allein auf dem Wasser sein könnte.
Fuerte teilt sich in zwei Gruppen von Anhängern. Die einen schwören
auf den Süden, die anderen auf den Norden der Insel.
Wir meinen, beide Enden der Insel haben ihre Reize. Der Süden
ist windiger mit Sandstränden, die manchmal einen schönen Beachbreak
produzieren. Der Norden besitzt hauptsächlich Reefbreaks und
hat meistens etwas weniger Wind. Dafür ist die Auswahl an Spots
und das Nachtleben vielfältiger. |
| Beste Zeit: |
Im Süden ist der Sommer deutlich
besser. Der Wind ist fast garantiert (bis 9 bft.) und an 5 Tagen
im Monat gibt's Wellen. April bis Oktober ist sicher, aber auch
im Winter gibt's an 50% der Tage Wind.
Wer im Winter nach Fuerte fliegt, geht meist in den Norden.
Zwar ist der Wind ein launischer Geselle, aber Wellen gibt es
irgendwo bestimmt immer. An Spots wie Glasbeach setzt der Wind
im Sommer regelmässig gegen Mittag ein; dieser Spot an der Nord
/ Nordost Küste bekommt auch gerne die Sommerswelle ab und besitzt
eine grosse Fangemeinde. Man kann also im Sommer wie auch im
Winter nach Fuerte reisen. |
| Bedingungen: |
Viel besser können die Bedingungen
eigentlich nicht sein. Man hat reichlich Auswahl an Spots, das
Wasser und die Luft haben sehr angenehme Temperaturen, und der
Wind ist recht konstant.
Im Süden fährt man meist 4,7 bis 3,7 QM bei schräg ablandigem
Wind und im Norden 4,7-bis 5,8 QM bei Sideshore von links oder
rechts, je nach Spot.
Schuhe braucht man nicht unbedingt. Nur am Northshore ist der
Einstieg übers Riff. Strömung gibt es nur in Cotillo, hier sollte
man aber nur fahren, wenn man wirklich gut ist, oder die Wellen
klein sind. |
| Besondere Revierhinweise: |
Im Süden muss
man - bedingt durch den ablandigen Wind - etwas aufpassen. Wer
zu weit rausfährt und dann Bruch erlebt, kommt nicht mehr an
Land. Es sind zwar Lifeguards an den Stränden, aber dennoch.
Im Norden muss man mobil sein. Der Wind weht mal im Nordwesten
und mal im Nordosten. Am Glasbeach wird es sehr schnell zu voll.
In Machanicho weht der Wind nur morgens. Den 15 km Trip von
Cotillo nach Coralejo wird man schon des öfteren auf sich nehmen
müssen. |
| Die besten Spots: |
Im Süden surft
man in Sotavento, wo auch der Weltcup Station macht. Dort gibt
es eine große Surfschule mit reichlich aktuellem Material. An
der südlichen Westküste - quasi gegenüber- liegt La Pared, wo
man manchmal trotz Luftstau, bei schräg auflandig, seinen Spass
haben kann.
Im Norden kommen zunächst die Spots an der Nord- und Nordost
Küste; Glasbeach mit einem traumhaften Pointbreak, der manchmal
reichlich bevölkert ist. Es gibt aber auch Platz und Bedingungen
für Anfänger. Dann folgt Flagbeach mit einer netten Dünungswelle,
die eigentlich recht harmlos ist, aber dann weiter in Lee doch
auf Unterwasserfelsen bricht. Beide Spots haben tolle Sandstrände
und überfordern niemanden.
Dann geht es um die Nordspitze herum, und man landet am eigentlichen
Northshore. Hier gibt es in jeder Bucht einen Spot, zum Teil
den Locals vorbehalten, oder sehr gefährlich. Die Klassiker
sind Machanicho mit einem traumhaften Pointbreak bei Wind von
rechts, zu erreichen über eine gute Schotterpiste von Lajares
aus. El Faro 5 km rechts von Cotillo und natürlich Cotillo selbst.
Im Winter wird der Northshore teilweise richtig hoch und Cotillo
ist dann fast nicht mehr fahrbar; im Sommer kann man aber sehr
gute Tage bekommen. |
| Temperaturen: |
20°C - 30°C.
Es ist fast immer trocken, ein sehr angenehmes Klima, nicht
zu heiss und nicht zu kalt. Das Wasser ist um die 18°C - 22
°C warm, im Süden auch bis 25°C. |
| Flüge und Surfgepäck: |
Nichts leichter
als das. Wenn nicht gerade Ferien sind, bekommt man irgendwie
immer noch einen Platz. Die Preise liegen zwischen 150,- und
400,- Euro. Surfmaterial mit LTU Card kostenlos, sonst ca.
50,- Euro. Anmeldung des Gepäcks ist wichtig. |
| Unterkunft: |
Fuerte ist touristisch
recht erschlossen. Es gibt Unterkünfte jeder Kategorie. Unter
dem Strich ist es fast immer am günstigsten, eine Pauschalreise
zu buchen. Im Süden wohnen die Surfer meist im 3 Sterne Hotel
Los Goriones direkt am Spot in Sotavento. In der Nachbarbucht
der Costa Calma gibt es recht viele Hotels und auch Shuttle-Möglichkeiten
nach Sotavento. Ausser Surfen, Strand und Wasser wird aber nicht
viel geboten. In Jandia ist schon etwas mehr los, jedoch kommt
man ohne Mietwagen nicht nach Sotavento.
Im Norden ballt sich fast alles in Corralejo - Bars, Restaurants
und Hotels, aber auch viele Einheimische prägen das Bild. Da
man eh´ fahren muß, sollte man eines der zahlreichen Hotels
im Zentrum wählen.
Wer es beschaulicher mag, wohnt in Cotillo. Hier sind wenige
Touristen und nur einheimisches "Nachtleben". Die Preise sind
aber deutlich besser als in Corralejo. |
| Mietwagen: |
Kann man ruhig
von Deutschland aus buchen, das erspart viel unnötige Rennerei.
Viele kennen sowieso den günstigsten Anbieter. Es gibt Unterschiede,
aber eigentlich ist man doch überall - je nach Mietdauer und
Fahrzeug - mit ab 20 Euro pro Tag dabei. |
| Land und Leute: |
Fuerte ist so
gut wie unbewachsen. Trotzdem bilden sich landschaftlich viele
schöne Ecken heraus. Der vulkanische Ursprung sorgt für schroffe
Küsten, schöne Strände, viele Berge mit entsprechenden Tälern.
Die spanische Einwohnerzahl hat sich in den letzten Jahren deutlich
erhöht. Im Norden ist es dadurch schon zu geknackten Autos gekommen,
aber das ist auch schon alles, was man an Negativem findet.
Wenn man die Spanier erst etwas kennengelernt hat, dann weiss
man, was es für nette Menschen sind. Begegnet man ihnen offen
und freundlich, sind spätere Freundschaften keine Seltenheit.
An den Local Surfspots sollte man sie aber in Ruhe lassen, denn
da kommt der Herdentrieb durch und mit der Offenheit ist es
vorbei. Also besser wegbleiben. |
| Tipps: |
Essen ist der
beste Tipp auf der Insel. In den spanischen Restaurants gibt
es Fisch, Fleisch, Suppen und Salate und vorneweg Brot mit Knoblauch
(Alioli). Wenn man die richtigen Restaurants kennt, ist das
Essen ein Gedicht und Grund genug, um wieder hinzufahren. Im
Süden isst man am besten am kleinen Hafen in Morro. Da gibt
es kaum ein schlechtes Lokal. Im Norden sind fast alle Restaurants
schlecht bis auf die, die nicht an den touristischen Hauptmeilen
liegen. La Avenida ist ein Top Restaurant, ganz am nördlichen
Ende von Coralejo: riesige Portionen und gute Preise, z.B. Seezunge
8,- Euro.
In Cotillo isst man gut am Hafen, z.B. in der "Blauen Kuh" oder
- auch gerne genommen - in der deutschen Bäckerei im Ortskern.
Eigentlich ist das Essen auf diesem Eck der Insel wieder sehr
gut. |
| Sonstiges: |
UNBEDINGT
DEN WELLENREITER EINPACKEN. |
Wenn Sie eine Reise buchen wollen oder
weitere Informationen benötigen, können Sie Sönke
Biehl
anrufen unter 0481 / 695-43
Fax schicken 0481 / 695-28
eMail schicken s.biehl@reisebuero-biehl.de
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