Windsurfen

Südafrika - Kapstadt getestet durch: Sönke Biehl
Kapstadt Kapstadt war bis 1994 ein Windsurf Geheimtipp. Heute war fast jeder schon mal da, und die meisten haben es nicht bei einem Besuch belassen. Viele Worldcupfahrer schlagen in Kapstadt ihr Winterlager auf.
Neben den regelmäßig guten Wind- und Wellenbedingungen hat Südafrika und Kapstadt noch eine Menge mehr zu bieten. Die Landschaft, das Klima, der gute Wein, die Lebensart der Leute und das famose Nachtleben machen Kapstadt zu einem Ziel, das wie kein anderes nahezu alles bietet. Überraschend für viele, die das erste Mal hinfahren, ist es mehr Europa als Afrika.
Beste Zeit: Nach Kapstadt fliegt man zum Windsurfen von November bis März. In dieser Zeit weht der sog. Cape Doctor, der mit einer Regelmässigkeit kommt, wonach man fast die Uhr stellen kann.
Bedingungen: Por Tack oder auch Sideshore von Links kommt den meisten europäischen Surfern zugute. Der Wind weht meistens 3-5 Tage am Stück und macht dann 3-5 Tage Pause. Bis auf den ersten Tag weht es oft sehr stark um das 4qm Segel herum. Die Chance auf Wellen ist zu Beginn der Windphase am besten. Von Masthoch bis zu 1 Meter kann es von Tag zu Tag gehen. Hohe Wellen sind in der Tafelbucht direkt vor Kapstadt seltener als kleine Wellen.
Besondere Revierhinweise: Alle Spots sind Sandstrände. Die Spots sind alle relativ ungefährlich. Zum Teil ist die Strömung recht stark. Es kann auf dem Wasser schon mal sehr voll werden, eine Localszene gibt es aber nicht. Was gewöhnungsbedürftig ist, sind die Wassertemperaturen von ca. 15°C; Kurzarm Anzüge sind hier die beste Wahl. Wer Angst vor Haien hat, sollte nicht zu weit rausfahren.
Die besten Spots: Man unterteilt die Spots in drei Lager: die in der Tafelbucht, die um´s Kap herum und die in der Falsebay auf der anderen Seite, was häufig schon fälschlicher Weise indischer Ocean genannt wird.
Die beliebtesten Spots liegen in der Tafelbucht vor den Toren der Stadt. Sunset Blouberg und Melkbos. Sunset hat den stärksten Wind und close out Wellen. Blouberg hat keine Strömung und Rasen zum Aufriggen, ist aber sehr voll. Melkbos hat die besten Wellen, selbst dann, wenn Sunset keine mehr hat. Hier bekommt man zwar erst später Wind, dennoch ist hier der beste Spot.
Die Spots um das Kap sind Kommiki Scareboro und Platbom. Wenn in der Tafelbucht kein Wind mehr ist, hat man hier noch 1-2 Tage Wind. Die Wellen sind höher und kraftvoller, das Wasser noch kälter und die Felsen bestimmen den Küstenverlauf. Platbom ist direkt am Kap und am beliebtesten. Wenn der Wind mal aus Nord kommt, gibt es in Kommiki an der crayfish factory traumhafte Wellen.
Die Falsebay Spots sind nahezu menschenleer. Hier weht der Wind Side on von rechts. Glen Cairne funktioniert nur selten, fast voll on shore kommt der Wind in Muizenburg. Was ganz nett ist, sind die Wassertemperaturen und der lange Strand. Wenn mal kein Wind ist, gibt's hier richtig Strandleben und man kann gut Wellenreiten lernen.
Wer etwas mehr Zeit hat, fährt Richtung Norden nach Elandsbay, dort findet man super Bedingungen zum Abreiten. Die Windausbeute ist auch noch etwas besser als in Kapstadt.
Temperaturen: 22°C - 35°C. Es ist meistens heiss. Das Wasser ist und bleibt bitterkalt. Manchmal gibt's Seenebel, Regen fast nie.
Flüge und Surfgepäck: Nach Kapstadt ist die Materialmitnahme kein Problem. Zum Glück, denn mieten ist schlecht. Lufthansa, SAA, British Airways, Austrian Airlines und vor allem die LTU nehmen das Gepäck für 50 Euro (LTU) bis 400 Euro (Linienfluggesellschaft) mit. Früh buchen, um die günstigsten Tarife zu erwischen. Wer zuerst kommt, malt zuerst. Das Warten auf eine Art Last Minute lohnt sich bei Flügen nach Kapstadt nicht. Preis- und Airlineänderungen bleiben vorbehalten.
Unterkunft: Das wird in Kapstadt mehr und mehr. In Hotels wohnt man hier eigentlich nicht. Wer lange bleibt, sucht sich am besten auf privater Ebene etwas. Wer nicht länger als 4 Wochen bleibt, kann in verschiedenen Appartements wohnen. Die Preise variieren sehr stark. Dennoch kann man sagen, dass man in Kapstadt noch gut und günstig wohnen kann. Besonders beliebt sind Unterkünfte in den Vororten der Tafelbucht; hier hat man eine grosse Auswahl.
Mietwagen: Wie alles andere auch, so sind die Mietwagen Preise für 2-4 Wochen sehr erschwinglich; ab ca. 20 Euro pro Tag bekommt man einen Kleinwagen. Wer länger bleibt, könnte sich schon einen Wagen kaufen, da diese recht günstig sind. Mieten hat wiederum den Vorteil, sofort am Airport einen Wagen zu haben und beim Defekt nicht dazuzahlen zu müssen.
Land und Leute: Das Land ist einmalig. "One World in one Country" ist somit auch der treffende Werbeslogan der Südafrikaner. Es gibt so viel zu entdecken, dass man sich schwer tut, etwas herauszugreifen, deshalb am besten selbst hinfahren. Tipps geben wir gerne per Mail oder unter "Reiseberichte" hier auf unserer Page.
Auch die Menschen sind sehr sympathisch mit einer fröhlichen Mentalität. Schwarz und weiss sind zwar noch nicht eins, aber nirgendwo kommt man besser miteinander aus als in Kapstadt. Man sollte ein wenig umsichtig vor Ort sein und kommt dann auch nicht mit Kriminalität in Berührung.
Tipps: Surfer Treff zum Sonnenuntergang auf der Wiese des Blue Peter Hotels in Blouberg.
Mittwochs gute Party im La Med in Clifton.
Eine Weinprobe in und um Stellenbosh ist Pflicht, genauso wie auf den Tafelberg zu fahren (auch zu Fuß zu besteigen) oder ans Kap zu fahren.
In der Amüsiermeile an der Waterfront gibt es ein grosses gutes Kino und gegenüber, im Eye Max im BMW Pavillon, einen guten White Pointer Film.
Ein gutes uriges Fischrestaurant ist das Panama Jacks im Container Hafen.
Sonstiges: ACHTUNG, LINKSVERKEHR! Kapstadt ist dichter dran, als man denkt. Keine Zeitverschiebung und Nachtflüge ermöglichen den ersten Surf gleich nach der Ankunft.

Wenn Sie eine Reise buchen wollen oder
weitere Informationen benötigen, können Sie Sönke Biehl

  • anrufen unter 0481 / 695-43

  • Fax schicken 0481 / 695-28

  • eMail schicken s.biehl@reisebuero-biehl.de

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