Edinburgh im Herbst stand schon immer auf meiner Bucket List. 2025 hatte ich endlich die Möglichkeit, diesen Punkt abzuhaken. Mit den VFF (Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik) hatte ich die Chance, nicht nur einen Teil von Schottland, sondern auch Nordengland ein wenig zu erkunden.
Für die meisten Menschen ist ein Flugzeug das gängigste Reisemittel, besonders, um auf eine Insel zu kommen – wie zum Beispiel nach Großbritannien. Doch es gibt mehrere Möglichkeiten, dorthin zu reisen. Da ich mit dem Verband der Fährschifffahrt und Fährtouristik unterwegs war, bin ich also mit der Fähre gefahren. Von IJmuiden in den Niederlanden sind wir mit der King Seaways / Reederei DFDS nach Großbritannien gestartet. Die Fährüberfahrt begann um 17:30 Uhr und führte uns über Nacht nach Newcastle. Von hier aus fuhr uns unser Bus zum ersten Stopp der Reise – Edinburgh.
Um Edinburgh etwas kennenzulernen, haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht. Nach einem leckeren Abendessen konnten wir es uns nicht entgehen lassen, diese schöne Stadt auf eigene Faust zu erkunden und ein paar Pubs zu entdecken. Edinburghs Barszene ist spannend: Von traditionellen Pubs über historische Tavernen mit viel Geschichte (zum Beispiel „Greyfriars Bobby’s Bar“) bis hin zu außergewöhnlichen Pubs wie „Frankenstein’s“ – hier gibt es für jeden etwas. Wer die Stadt nicht bei Nacht erkunden möchte, steht am besten früh auf, denn Edinburgh ist wunderschön, wenn die Stadt gerade erst erwacht. Wir haben unseren Wecker früh gestellt, um uns einen Kaffee und ein leckeres Gebäck im auf den sozialen Medien bekannten „The Milkman“ zu holen. Ich muss sagen, es ist den Hype wert! Mit unserem Kaffee haben wir uns dann entlang der Royal Mile auf den Weg zum Edinburgh Castle gemacht. Die Sehenswürdigkeiten ohne viele Touristen zu entdecken, ist ein Highlight. Da unser Zeitplan knapp bemessen war, mussten wir uns nach weniger als 24 Stunden auch schon wieder von Edinburgh verabschieden. Soviel ist klar: Diese Stadt hat im Herbst einen ganz besonderen Charme, und ich werde auf jeden Fall noch einmal wiederkommen!
Weiter ging es für uns zum Alnwick Castle. Alnwick Castle ist nach Windsor Castle der zweitgrößte Adelssitz Englands. Die Besitzer öffnen ihren Feriensitz für die Öffentlichkeit – sehr spannend, einen kleinen Einblick zu erhalten. Bekannt ist Alnwick Castle aber vielmehr für seine Kulissengebung in den ersten beiden Harry-Potter-Filmen, denn Teile des Castles stellten das Schloss Hogwarts dar. Aus diesem Grund kann man sich während der Besichtigung im Innenhof Besen ausleihen und mit etwas Videomagie selbst „zaubern“. Nach dem kurzen Stopp am Castle ging es weiter zu unserem nächsten Übernachtungspunkt – The Old Swan Hotel Harrogate. Abends gab es ein gemeinsames Krimidinner im Stil von Agatha Christie. Doch was verbindet Harrogate mit der Krimiautorin Agatha Christie? Agatha Christie und den Ort Harrogate verbindet ein mysteriöses 11-tägiges Verschwinden im Jahr 1926, bei dem sie im heutigen Old Swan Hotel unter falschem Namen untertauchte. Perfekt, um hier ein Krimidinner mitzumachen!
Der letzte Tag in Großbritannien begann mit einem klassischen englischen Frühstück im Hotel und einem Rundgang durch Harrogate. Ein toller Ort und Herkunft von „Bettys“, einem in der UK bekannten Tearoom und berühmt für die typisch britischen Scones. Für mich ein Must-Try! Super lecker und in so vielen verschiedenen Varianten erhältlich.
Der letzte Stopp war dann York. Hier hatten wir ein wenig Freizeit und konnten den Ort in Ruhe erkunden. Besonders die kleinen, verwinkelten Gassen haben es mir angetan – sie sollen übrigens die Winkelgasse aus Harry Potter inspiriert haben. Das merkt man auch sofort, denn überall findet man kleine, verzauberte Läden mit Merch und weiterem Zauberzeug. Die ganze Gruppe hat sich anschließend auf der Rooftop-Bar des „The Malmaison“ von unseren Gastgebern verabschiedet.
Danach ging es für uns weiter nach Hull, wo wir auf die Pride of Rotterdam-Fähre von P&O Ferries gegangen sind – eine Übernachtfahrt in Richtung Rotterdam.
Wir waren Mitte Oktober unterwegs und hatten bestes Wetter: nicht zu kalt und kein Regen. Natürlich kann das beim britischen Wetter auch anders aussehen. Grundsätzlich lässt sich Großbritannien aber zu jeder Jahreszeit wunderbar bereisen.
Vor Ort waren wir mit einem Bus und unseren eigenen Busfahrern unterwegs. Wenn man mit der Fähre anreist, bietet es sich natürlich an, das eigene Auto mitzunehmen. Eine Fahrt durch die Highlands war mein persönliches Highlight. Aber Achtung: Linksverkehr!
Meine Top 5 Must Do’s
- Edinburgh in der Nacht kennenlernen, am besten als Barhopping, oder früh aufstehen und die Ruhe in der großen Stadt genießen. Mit einem leckeren Kaffee dabei zusehen, wie die Stadt erwacht.
- Shoppingbummel in Harrogate mit einem Stopp in Bettys Tearoom und einem leckeren Scone.
- Unbedingt das britische Frühstück probieren – mein persönlicher Favorit. Ich liebe irisches und britisches Frühstück: ganz klassisch mit Bacon, Sausages, Rührei, gegrillten Tomaten, gebratenen Pilzen, Toast und Hash Browns (Kartoffelpuffer). Dazu ein schwarzer Tee mit Milch!
- Eine Tour durch die schottischen Highlands machen. Die Natur und die schönen Seen haben mich sehr fasziniert.
Tipp
In UK zahlt man mit Pfund, also bitte daran denken, vorher Geld zu wechseln oder einfach vor Ort mit Kreditkarte bezahlen.
Schotten haben einen starken Akzent – also genau hinhören oder noch einmal nachfragen!
Wie schon bemerkt: Die UK ist sehr filmgeprägt. Nicht nur Harry Potter, sondern auch Filme und Serien wie Outlander, die James Bond-Filme, Downton Abbey, Bridgerton und Peaky Blinders wurden hier gedreht. Viele Veranstalter bieten vorgefertigte Rundreisen zu den bekanntesten Filmkulissen an – egal ob in der Stadt oder auf dem Land!
Wenn man mit der Übernachtfähre anreist, am besten eine gute Kabine gleich mit Verpflegung buchen! Die Verpflegung an Bord war super; es gab auf beiden Fähren eine große Auswahl an Essen, egal ob abends oder morgens. Diese entspannte Art zu reisen kann ich nur empfehlen. Bei Fragen könnt ihr euch gerne jederzeit bei uns im Büro melden.
Meine Hotelempfehlung
In Edinburgh haben wir im ibis Centre South Bridge übernachtet – ein typisches Städtehotel mit super Lage, fußläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten.
Wer es lieber ruhiger mag, ist im The Old Swan Hotel in Harrogate gut aufgehoben. Die Zimmer sind typisch britisch, aber trotzdem stilvoll eingerichtet. Mir hat es hier sehr gefallen!