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USA Südwesten

Ich war im Juni 2024 zehn Tage mit dem Camper im Südwesten der USA unterwegs. Genauer gesagt haben wir die Bundesstaaten Nevada, Arizona und Utah erkundet. Für mich war es die erste Reise in diesem Teil der USA und auch das erste Mal mit einem Camper. Ich habe sehr viele unvergessliche und lehrreiche Erfahrungen gesammelt und freue mich, diese hier mit euch zu teilen.

Die beste Reisezeit für den Südwesten der USA sind der Frühling und Frühsommer. Gerade wenn man einen Aktivurlaub mit Wanderungen in den Nationalparks unternehmen möchte, empfiehlt sich diese Zeit, da die Temperaturen in den Sommermonaten selten unter 40°C sinken. Es herrscht sehr trockenes Klima. Je nach Höhenlage kann es im Frühjahr in den Nächten aber durchaus auf einstellige Temperaturen sinken.

Vor Ort bewegt man sich in der Regel mit dem Camper oder Mietwagen. Gerade außerhalb der Städte ist man ohne Wagen „aufgeschmissen“. Um in die Nationalparks zu kommen und dort auf eigene Faust loszuziehen, empfiehlt sich ebenfalls ein Wagen.
Wichtig für die Anmietung eines Autos oder Campers ist ein gültiger Führerschein. Ein internationaler Führerschein wird zwar empfohlen, ist aber nicht verpflichtend. Der Fahrer muss jedoch im Besitz einer gültigen Kreditkarte sein, auf der eine Kaution hinterlegt werden kann.

 


Meine Top Must Do’s:

  • Mein absolutes Highlight war eine geführte Tour durch den Secret Antelope Canyon und zum privaten Aussichtspunkt über den Horseshoe Bend
  • ist nur als Privattour buchbar, lohnt sich aber definitiv, da man ganz alleine/in kleiner Gruppe die Sehenswürdigkeiten genießen kann, und die Guides waren wirklich sehr kompetent!
  • Besuch des Grand Canyons – hier sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen, da es so viele Aussichtspunkte gibt und aus jedem Blickwinkel andere Felsformationen zu sehen sind. Nehmt euch Zeit, um dieses beeindruckende Naturbauwerk auf euch wirken zu lassen, es wird euch den Atem rauben – versprochen!
  • Den Zion Nationalpark auf seinen zahlreichen Wanderwegen erkunden – hier gibt es wahnsinnig tolle Bergkulissen, Wasserfälle und Flüsse, die einen wundervollen Anblick bieten. Im Zion Visitor Center kann man sich über alle Wanderwege und Aktivitäten des Nationalparks erkundigen sowie Equipment ausleihen
  • Eine Kajaktour auf dem Lake Powell mit Wanderung durch den Water Antelope Canyon, der nur über den Wasserweg erreichbar ist
  • Eine Nacht auf dem Campground im Valley of Fire verbringen – mitten in der Felswüste, fernab der nächsten Stadt. Morgens haben uns Steinböcke direkt vorm Camper begrüßt. Das war schon ein einzigartiges Erlebnis – WARNUNG -> hier wird es sehr heiß und es gibt keinen Strom & Wasseranschluss  – zu unserer Zeit waren es 45°C!
  • Die bunte und schrille Welt von Las Vegas bestaunen – ein Lichtermeer mitten in der Wüste

 

Hinweise und Tipps:

Selbst mit sehr großen Campern ist es kein Problem, sich durch die Städte zu bewegen und zu parken.

Immer genügend Sonnenschutz und Wasser dabeihaben! Die Temperaturen steigen sehr schnell an. Wenn morgens noch angenehme 25 Grad sind, kann es bereits um 12 Uhr 38 Grad heiß sein. Da es fast überall Trinkwasserspender gibt, empfehle ich, auffüllbare Trinkflaschen mitzunehmen.

Einen Sonnenhut nicht vergessen! Die Intensität der Sonne ist extrem hoch.

Wer nicht mit dem Camper zum Grand Canyon Nationalpark fahren möchte, kann auch den Westernzug ab Williams nehmen. Vor und während der Fahrt gibt es neben einer Westernshow und musikalischer Einlagen viele Informationen rund um den Grand Canyon und ganz Arizona.

Rechtzeitig eine genaue Route planen und gerade die Campgrounds in den Nationalparks frühzeitig buchen, da diese in der Hochsaison fast immer ausgebucht sind.

Außerdem sollte man sich immer informieren, wo Tankstellen auf der Strecke sind, da die Camper aufgrund des enormen Gewichts sehr viel Benzin verbrauchen.

Hoteltipps:

Ich kann jedem empfehlen, eine Rundreise in den USA durchaus mit dem Camper in Betracht zu ziehen. Man ist sehr flexibel und hat sein „Zuhause“ immer dabei. Dadurch erspart man sich umständliches Koffer Ein- und Auspacken. Außerdem bekommt man viel mehr von der Natur mit, wenn man mittendrin übernachtet.

 

Route:

Las Vegas, NV (1 Nacht) – Camperübernahme

Williams, AZ (2 Nächte) – erster Campingstop und Ausgangspunkt für den Grand Canyon

Page, AZ (2 Nächte) – von hier aus kann man alle Teile des Antelope Canyons, den Horseshoe Bend, Lake Powell & Glen Canyon Dam besuchen

Springdale, UT (1 Nacht) – 1 Nacht – direkt am Südeingang vom Zion Nationalpark, von dort fährt auch ein Bus in den Park

Valley of Fire, NV (1 Nacht) – mitten in der roten Steinwüste, fernab jeder Stadt – das ist schon ein Erlebnis

Las Vegas, NV (1 Nacht) – eine Metropole, die vor Unterhaltung, Spaß und Glitzer sprüht, und das mitten in der Mojave-Wüste, hier findet man zahlreiche Motto-Hotels, Casinos und Musicalshows