Rundreise · Montenegro

Montenegro

Montenegro ist zwar ein sehr kleines Land – sogar kleiner als Schleswig – Holstein, hat aber unheimlich viel zu bieten. Die Landschaft reicht von malerischen Küsten mit schönen Stränden bis hin zu Skigebieten im Hinterland. Das Hinterland ist sehr gebirgig, und so bleiben auch viele Serpentinstraßen nicht aus.

Meine Reise startete in den Bergen. Ich verbrachte zwei Nächte im Hotel Sokoline mit Blick auf das wunderschöne Kloster Ostrog, das auch besichtigt werden kann. Dies war ein wundervoller Beginn der Reise. Von hier aus hat man die Möglichkeit, zum Nationalpark Durmitor zu fahren, der viele Freizeitaktivitäten zu bieten hat wie Wandern, Reiten, Skifahren etc. Etwas weiter entfernt befindet sich zudem die ca. 1.300m tiefe Tara Schlucht, über die eine Brücke führt. Allein der Spaziergang hierüber führt bei dem einen oder anderen zu Nervenkitzel. Für die ganz Mutigen besteht dann die Möglichkeit, mit der Zipline über die Schlucht zu schweben oder aber zum Rafting.
Die Tara Schlucht gehört zu den größten Canyons der Welt.

Der nächste Stopp fand dann im sehr touristischen Ort Budva statt, der auf jeden Fall eine Reise wert ist. Touristisch gut erschlossen, findet man hier eine große Anzahl an Restaurants, Bars und Shopping Centern. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel und ist geprägt durch sehr enge Gassen mit Kopfsteinpflaster. Auch hier gibt es viele kleine Läden und „To Go“ Leckereien.
Empfehlen kann ich hier das Hotel Budva für einen Städteurlaub sowie das Avala Resort, das Zugang zu einer kleinen Bucht hat und direkt an der Altstadt liegt.

Die Strände in Montenegro sind meist kieselig, und nach feinsandigen Sandstränden muss man wirklich suchen. Trotzdem sind sie sehr reizvoll, da sie häufig von Palmen oder anderen Bäumen umrahmt werden. Je weiter man zur albanischen Grenze kommt, desto schöner werden die Strände.
Montenegro war Teil von Jugoslawien und ist geprägt durch vielerlei Kulturen und Religionen. Die Stadt Ulcinj ist z.B. durch die Nähe zu Albanien geprägt und wirkt hier und da doch sehr arabisch. Einst gab es hier sogar einen Sklavenmarkt.

Die Stadt Cetinje war bis 1918 Hauptstadt des Landes – heute ist es Podgorica – und nach wie vor Amtssitz des montenegrinischen Präsidenten. Sie liegt mitten in den Bergen und ist heute Kulturzentrum des Landes. Viele Museen befinden sich hier sowie viele Botschaftsgebäude aus früherer Zeit, die heute ebenfalls viele Museen beherbergen.

Die Stadt Kotor ist Anlaufpunkt vieler Kreuzfahrtschiffe. Der längste Fjord Südeuropas bringt die Schiffe direkt vor die Tore der Stadt. Umringt wird sie von einer mächtigen Mauer, die früher zum Schutz diente. Auch Kotor hat eine wunderschöne Altstadt, die unbedingt entdeckt werden sollte.


Weitere empfehlenswerte Ausflüge

  • Eine Fahrt auf dem Skutarisee, durch dessen Mitte die Grenze von Montenegro und Albanien verläuft. Sogar Vogelbeobachtung ist hier sehr gut möglich.
  • Ein Abstecher nach Albanien.
  • Eine Fahrt zum Moraca Canyon und ein Besuch des gleichnamigen Klosters. Zusammen mit dem Ostrog Kloster das meist besuchte im Land.

Montenegro hat mir so gut gefallen, da es auf kleinster Fläche unheimlich viel bietet und trotzdem noch nicht überlaufen ist. Natürlich wächst die Infrastruktur nicht identisch mit dem Tourismus, so dass man in der Hauptsaison im Juli und August damit rechnen muss, Stau auf den Straßen zu haben oder längere Wartezeiten in Kauf zu nehmen. Wer viel sehen möchte, dem empfehle ich Mai und Juni oder September bis Oktober.

Derzeit werden keine Direktflüge ab / bis Hamburg nach Montenegro angeboten. Man kann direkt bis Dubrovnik / Kroatien fliegen oder mit Umsteigen in die Hauptstadt Podgorica.
Eine Fahrt durchs Land mit dem Mietwagen ist kein Problem.


Hinweise

Zu keinem Zeitpunkt hatte ich ein ungutes Gefühl in diesem Land. Es ist also sehr sicher, hier zu reisen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Jedoch darf man nicht vergessen, dass Montenegro die kyrillische Schrift hat. Je touristischer ein Ort ist, desto mehr wird bereits die lateinische Schrift angewendet, aber v.a. in den Bergen sind viele Schilder nur in kyrillischer Schrift zu finden.

Was uns Deutschen sehr entgegen kommen dürfte, ist die Tatsache, dass man mit dem Personalausweis einreisen kann und der Euro das nationale Zahlungsmittel ist.


Meine persönlichen Hoteltipps

  • Hotel Sokoline in Danilovgrad
  • Hotel Budva in Budva
  • Hotel Avala Resort in Budva
  • Hotel Kalamper in Dobra Voda
  • Hotel Palata Venezia in Ulcinj

Passende Reiseangebote